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Die Stille



Hinter dem Wort

lebt ein Schweigen,

älter als Zeit.


Es wartet

hinter den Gedanken,

hinter dem unruhigen Kreisen des Geistes,

wie ein unbewegter Himmel

über den Stürmen der Welt.


Der Mensch hört meist

nur den Lärm seiner Oberfläche —

die Stimmen des Wollens,

die rastlosen Fragen,

das ständige Werden.


Doch tief darunter

öffnet sich langsam

eine andere Weite.


Eine Stille,

die nicht leer ist.


Eine Gegenwart,die keinen Namen braucht.

Dort fällt das Denken

wie Staub zu Boden.

Dort verliert die Zeit

ihre Schwere.


Und etwas im Inneren

beginnt sich zu erinnern.

Nicht an Worte.

Nicht an Wissen.

Sondern an ein lautloses Licht, das immer da war.


Die Seele wird weit

in dieser Stille.

Sie kämpft nicht mehr

gegen die Welt.


Sie ruht

im Unsichtbaren.


Und aus dieser Tiefe

steigt langsam

eine andere Kraft empor:


sanft,

klar,

unerschütterlich.


Wie eine stille Sonne

hinter allen Dingen.


Vielleicht ist die Stille

nicht Abwesenheit —

sondern die Sprache

des Ewigen.

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