top of page

Gebet des Glaubens


O ewiges Licht,

verborgen im Schweigen aller Welten,

entzünde in der Tiefe des Herzens

jene Flamme des Glaubens,

die kein Wind des Zweifels zu löschen vermag.


Wenn die Wege im Nebel verschwinden

und der Verstand nach Gewissheiten sucht,

lass die Seele sich erinnern,

dass Dein Licht schon gegenwärtig ist,

noch ehe die Augen es erkennen.


Schenke den Glauben,

der nicht auf den sichtbaren Morgen wartet,

sondern bereits in der dunkelsten Nacht

den Gesang der aufgehenden Sonne hört.


Möge dieser Glaube

nicht aus Hoffnung allein geboren sein,

sondern aus der stillen Berührung

Deiner unvergänglichen Gegenwart.


Lass ihn werden

zur leuchtenden Kraft des Handelns,

zur Geduld des Wartens,

zum Mut des Weitergehens,

zur Freude des Dienens.


Wenn die Schritte schwer werden,

erinnere das Herz daran,

dass kein aufrichtiger Ruf verloren geht

und keine Sehnsucht nach Wahrheit

unerhört bleibt.


Möge der Glaube

wie ein goldener Strom

durch den Geist fließen,

die Schatten des Zweifels verwandeln

und die verschlossenen Tore des Bewusstseins öffnen.


Lass ihn in die Gedanken sinken,

bis sie klar werden wie der Himmel nach dem Regen.


Lass ihn in das Herz sinken,

bis jede Furcht sich in Vertrauen wandelt.


Lass ihn in den Körper sinken,

bis selbst die Zellen

Deine stille Gegenwart zu atmen beginnen.


Denn der wahre Glaube

ist nicht das Festhalten an einer Vorstellung,

sondern das Erwachen der Seele

zur Gewissheit Deines Wirkens.


O göttlicher Ursprung,

lass diese Flamme niemals erlöschen.


Möge sie wachsen,

bis sie das ganze Wesen erfüllt

und jeder Gedanke,

jedes Wort

und jede Tat

zu einem stillen Ja

zu Deinem ewigen Werden wird.


Amen.

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page