Gebet des Glaubens
- Sarla Klee
- 6. Aug.
- 1 Min. Lesezeit
O ewiges Licht,
verborgen im Schweigen aller Welten,
entzünde in der Tiefe des Herzens
jene Flamme des Glaubens,
die kein Wind des Zweifels zu löschen vermag.
Wenn die Wege im Nebel verschwinden
und der Verstand nach Gewissheiten sucht,
lass die Seele sich erinnern,
dass Dein Licht schon gegenwärtig ist,
noch ehe die Augen es erkennen.
Schenke den Glauben,
der nicht auf den sichtbaren Morgen wartet,
sondern bereits in der dunkelsten Nacht
den Gesang der aufgehenden Sonne hört.
Möge dieser Glaube
nicht aus Hoffnung allein geboren sein,
sondern aus der stillen Berührung
Deiner unvergänglichen Gegenwart.
Lass ihn werden
zur leuchtenden Kraft des Handelns,
zur Geduld des Wartens,
zum Mut des Weitergehens,
zur Freude des Dienens.
Wenn die Schritte schwer werden,
erinnere das Herz daran,
dass kein aufrichtiger Ruf verloren geht
und keine Sehnsucht nach Wahrheit
unerhört bleibt.
Möge der Glaube
wie ein goldener Strom
durch den Geist fließen,
die Schatten des Zweifels verwandeln
und die verschlossenen Tore des Bewusstseins öffnen.
Lass ihn in die Gedanken sinken,
bis sie klar werden wie der Himmel nach dem Regen.
Lass ihn in das Herz sinken,
bis jede Furcht sich in Vertrauen wandelt.
Lass ihn in den Körper sinken,
bis selbst die Zellen
Deine stille Gegenwart zu atmen beginnen.
Denn der wahre Glaube
ist nicht das Festhalten an einer Vorstellung,
sondern das Erwachen der Seele
zur Gewissheit Deines Wirkens.
O göttlicher Ursprung,
lass diese Flamme niemals erlöschen.
Möge sie wachsen,
bis sie das ganze Wesen erfüllt
und jeder Gedanke,
jedes Wort
und jede Tat
zu einem stillen Ja
zu Deinem ewigen Werden wird.
Amen.



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