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Gebet für die Ewige Gegenwärtigkeit

O stille Ewigkeit,

die hinter den Stunden atmet,

die unbewegt bleibt

während Welten entstehen und vergehen —

lass uns deine Nähe fühlen.


Nicht fern über den Sternen,

nicht verborgen in unerreichbaren Höhen,

sondern still gegenwärtig

im innersten Raum des Herzens.


Wenn der Lärm des Denkens sich legt

und die rastlosen Wellen des Lebens schweigen,

öffnet sich ein namenloses Feld

deiner unendlichen Ruhe.


Dort gibt es kein Drängen mehr,

kein Werden und Verlieren,

nur ein weites stilles Sein,

getragen von deinem ewigen Licht.


O verborgene Gegenwart,

du gehst lautlos

durch die Tiefen der Seele.

Du wartest hinter jeder Sehnsucht,

hinter jedem Schmerz,

hinter jeder Suche des Menschen.


Lass uns tiefer sinken

als Gedanken und Erinnerungen,

tiefer als Angst und Hoffnung,

bis wir jene stille Mitte berühren,

in der Zeit sich auflöst

und die Gegenwärtige Ewigkeit bleibt.


Mache unser Bewusstsein weit.

Mache unser Herz durchsichtig.

Mache unser Wesen still genug,

damit deine Wahrheitwie eine goldene Morgenröte

in uns aufsteigen kann.


Denn hinter der vergänglichen Welt

ruht ein unsterblicher Frieden.

Und hinter der Persönlichkeit

lebt eine ewige Seele,

getragen vom Licht des Unendlichen.


O Ewigkeit,

nicht als Flucht rufen wir dich,

sondern als lebendige Gegenwart

mitten im Leben.


Durchdringe unsere Gedanken.

Durchdringe unseren Körper.

Durchdringe die Erde selbst

mit deiner lautlosen Unendlichkeit.


Und wenn alles vergeht,

wenn Namen, Formen und Stunden zerfallen,

lass eines in uns bestehen:


die stille Erinnerung

an dein grenzenloses Sein.

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