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Vertiefung des Bewusstseins

Sei still.

Nicht,

um die Welt zu verlassen.

Sondern,

damit die Welt

ihre tiefere Wirklichkeit enthüllen kann.

Denn bevor der erste Gedanke geboren wurde,

war bereits

ein schweigendes Licht.

Bevor das Herz

Freude oder Leid kannte,

war bereits

eine unendliche Gegenwart.

Sie wartete.

Nicht fern von dir.

Sondern

im verborgenen Heiligtum

deines Wesens.

Du glaubst,

du wanderst

durch das Leben.

Doch das Ewige

trägt dich

seit Anbeginn.

Du suchst

das Bewusstsein.

Doch das Bewusstsein

war immer schon

der Raum,

in dem dein Suchen geschah.

Der Himmel

ist nicht das Ziel.

Er ist

die verborgene Weite,

in der jede Seele

bereits ruht.

Nicht der Mensch

erschafft das Licht.

Das Licht

erinnert den Menschen

an sein wahres Sein.

Wie Wolken

den Himmel nicht berühren,

so können Gedanken

das Ewige

nicht verändern.

Sie ziehen vorüber.

Sie entstehen.

Sie vergehen.

Doch das schweigende Bewusstsein

bleibt.

Immer.

Wenn die Stimmen

des Denkens verstummen,

öffnet sich

ein anderer Raum.

Nicht leer.

Nicht still

im Sinne der Abwesenheit.

Sondern erfüllt

von einer Gegenwart,

die älter ist

als Zeit.

Dann beginnt

das Herz

nicht mehr zu suchen.

Es beginnt

zu empfangen.

Nicht,

weil es etwas besitzt.

Sondern,

weil es sich geöffnet hat.

Und plötzlich

erscheint die Welt

in einem neuen Licht.

Nicht,

weil sie sich verändert hat.

Sondern,

weil das Bewusstsein

tiefer geworden ist.

Der Baum

ist derselbe.

Doch nun

spricht das Ewige

durch seine Blätter.

Der Wind

ist derselbe.

Doch nun

trägt er

eine unsichtbare Botschaft.

Die Erde

ist dieselbe.

Doch sie wird

zum Tempel

des göttlichen Werdens.

So beginnt

die große Verwandlung.

Nicht laut.

Nicht durch Kampf.

Nicht durch das Streben

des Egos.

Sondern

wie der Morgen

langsam

die Nacht

durchdringt.

Das alte Bewusstsein

wehrt sich.

Es klammert sich

an Gewohnheiten,

an Sicherheiten,

an Bilder von sich selbst.

Doch tief darunter

wartet

eine größere Wahrheit.

Geduldig.

Unerschütterlich.

Lichtvoll.

Die Seele

drängt nicht.

Sie ruft.

Still.

Wie eine ferne Flöte,

die nur

das Herz

vernimmt.

Und wer ihr folgt,

entdeckt,

dass jeder Schritt

bereits

getragen war.

Dann wird der Mensch

nicht größer.

Er wird

durchlässiger.

Das göttliche Licht

beginnt,

durch Denken,

Herz,

Leben

und selbst

durch den Körper

zu leuchten.

Nicht,

weil der Mensch

vollkommen geworden wäre.

Sondern,

weil das Göttliche

mehr Raum

gefunden hat.

Und eines Tages

erkennt die Seele:

Ich bin nie getrennt gewesen.

Ich war

eine Welle

im unendlichen Meer.

Ein Strahl

der ewigen Sonne.

Ein Laut

im Lied

des Unendlichen.

Dann verliert

die Spiritualität

ihren Glanz

des Besonderen.

Sie wird

zur Natürlichkeit

des Seins.

Wie das Atmen.

Wie das Licht.

Wie die Blume,

die sich

der Sonne öffnet,

ohne zu wissen,

wie sie blüht.

Und das Ewige

spricht

nicht mehr

nur

durch die Sterne.

Es spricht

durch den Menschen.

Still.

Leuchtend.

In Liebe.

Bis Himmel und Erde

einander

nicht länger

gegenüberstehen,

sondern

als ein einziges

göttliches Bewusstsein

erstrahlen.


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