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Das Flüstern des Wahrheits -bewusstseins

Aktualisiert: 20. März



Jenseits der scheinbar persönlichen Probleme

öffnet sich eine andere Weise der Sprache.

Eine neue Form des Ausdrucks.

Eine Vertiefung des Neuen Bewusstseins.


Dass es sich im Inneren vertieft,

Dass es – so gut es möglich ist –

in Worte gefasst wird,

während es sich im menschlichen Dasein schon

zu formen beginnt.


Und so entsteht eine Reise

über DAS, was bereits im Gegenwärtigen ist.

Vielleicht berührt es das Wesen.

Vielleicht die Seele.

Vielleicht die innere Natur.


Oder jenes Licht,

das im Menschen verborgen ruht,

und nur darauf wartet,

erweckt zu werden.


Vielleicht beginnt alles

mit einer leisen Erinnerung.

Nicht mit einer Idee.

Nicht mit einer Theorie.


Sondern mit einem stillen Empfinden

im Inneren des Menschen.

Ein Empfinden,

dass das Leben mehr ist

als das, was die Augen sehen

und der Verstand zu fassen vermag.


Ein Ruf

in die Tiefe.

In die Tiefe der Materie.

Dort schlummert ein verborgenes Licht.


Über vieles andere wird bereits gesprochen.

Doch hier geht es um ein Licht,

das tiefer ist als die Materie

und zugleich jenseits der Materie existiert.


Ein Licht,

das nicht von außen kommt.

Ein Licht,

das aus der innersten Existenz

am aufsteigen ist.


Und dieser Aufstieg

hat bereits begonnen.

Er ist schon in Bewegung.

Er steht bereits in Verbindung

mit dem größeren Ganzen.


Und doch scheint der Mensch

davon kaum etwas zu bemerken.

Obwohl er mitten

in dieser Bewegung steht.


So könnte gesagt werden:


Das Licht thront nicht nur im Himmel

als etwas Unerreichbares,

das eines Tages erreicht werden soll.


Es ist nicht nur im Geist zuhause.

Es ist mitten

in der Materie.


In jeder Zelle.

In jedem Haar.

In jedem Körper.

In jeder Pflanze.

In allem, was existiert.


Überall ist dieses Licht.


Doch lange Zeit

schlummerte es.


Dafür brauchte das Bewusstsein

eine große Reise.


In alten Zeiten machte sich der Mensch auf den Weg.

In Traditionen.

In Übungen.

In spirituellen Praktiken.


Alles mit dem "Ziel",

das höhere Licht im Bewusstsein zu "erreichen".


Manche gelangten so "weit",

dass sie in das Nirvana eintauchten.

In eine Ewigkeit,

in der alles ausgelöscht wird.


Eine Ewigkeit,

die als höchste Existenz galt,

die einem menschlichen Bewusstsein

möglich sei.


Wenn ein Wesen in dieses Bewusstsein erblühte,

löste sich alles auf.

Und aus dieser Ewigkeit

gab es keine Rückkehr mehr

in die Materie.


Doch dann

geschah es.


Ein neues Bewusstsein wurde geboren.


Geboren durch lebende Meister,

für die es nicht ausreichte,

die Welt zu verlassen.

Für die es nicht genug war,

in ein höheres Bewusstsein zu erblühen.


Wesen,

die das höchste Bewusstsein

nicht nur verwirklichten –

sondern es

hinunter brachten

in die Materie.


Die Vereinigung

des Ewigen

mit der Materie.


Das geschah nicht einfach so.

Es brauchte ein Leben.

Es brauchte Hingabe.

Es brauchte die Existenz.


So wurde ein neues Bewusstsein geboren.


Ein Bewusstsein, das

Sri Aurobindo

das supramentale Bewusstsein nannte.


Hier

kann es genannt werden:

Wahrheitsbewusstsein.


Ein Bewusstsein,

das Geist und Materie vereint.


Damit veränderte sich der Weg.

Es ging nicht mehr nur darum,

dass ein einzelner Mensch

einen inneren Pfad geht.


Und vielleicht das Glück hat,

im Nirvana aufzugehen.


Denn dann verblieb dieses Bewusstsein

nur für dieses eine Wesen.

Die Welt

blieb zurück.


Doch das Wahrheitsbewusstsein

hat sich in der Materie manifestiert.

Damit ist das Neue

keine abstrakte Idee mehr.


Es wird Wirklichkeit

mitten in der Welt.


Die Kraft der Wahrheit

– dieses Licht –

hat sich in das Leben hinein begeben.

In die Materie.

In die Welt.


Und es wirkt.


Das ist keine Theorie.

Es ist eine Tatsache.

Es ist nicht mehr nötig,

aus der Welt zu fliehen,

um ein höheres Bewusstsein zu erreichen.


Jetzt berührt das Licht

die Materie.

Und damit beginnt

ein Neues Bewusstsein.


Der Mensch steht

an einer Schwelle.

Zwischen dem Alten

und dem Neuen.


Mitten an dieser Schwelle

stehen wir,

ohne genau zu wissen,

was geschieht.


Wir sehen das Alte,

wie es sich verändert.

Wir sehen Chaos.


Doch wir erkennen noch nicht vollständig,

dass sich die Welt

im tiefen Grund ihres Daseins

verwandelt.

Und dass wir

ein Teil davon sind.


Mit dieser Veränderung

verschiebt sich auch etwas anderes.

Es geht nicht mehr nur

um die große Suche.


Die Suche nach dem Weg.

Nach dem lichtvollen Pfad.

Nach Erwachen.

Nach Nirvana.


Der Mensch ist nicht mehr nur

ein Suchender.

Er wird

– bewusst oder unbewusst –

zum Träger

eines neuen Bewusstseins.


Ob bewusst oder unbewusst

ist zunächst nicht entscheidend.

Entscheidend ist:

Die Schwelle

ist erreicht.


Vielleicht liegt genau darin

die stille Aufgabe unserer Zeit:


An dieser Schwelle

das Neue zu empfangen.

Und sich damit zu verbinden.


Doch das ist nur möglich,

wenn überhaupt erkannt wird,

dass es existiert.


Ein Bewusstsein,

das nur auf Spaltung, Zweifel und Konflikt blickt,

wird das Neue kaum erkennen.

Doch die Möglichkeit

besteht.


Das neue Bewusstsein

verändert.

Still.

Leise.

Nicht als Theorie.

Sondern im Leben selbst.


Gedanken beginnen sich zu verändern.

Das Leben.

Der Körper.

Sogar die Materie.


Veränderungen

machen dem Menschen oft Angst.

Doch sie gehören

zum Leben.


Jetzt jedoch

beginnen Veränderungen

in besonderer Intensität.


Die große Wandlung

geschieht nicht in der Ferne.

Sie beginnt

jetzt.


Im Herzen

des menschlichen Bewusstseins.


Der gewöhnliche Verstand

erkennt Wahrheit nur stückhaft.

Das Wahrheitsbewusstsein hingegen

löst die Trennung

zwischen Geist und Materie auf.


Solange der Mensch

nur mit Denken sucht,

erscheint Wahrheit nur fragmentarisch.


Doch wenn das Wahrheitsbewusstsein

durch das Denken hindurchscheint,

wird für einen Moment

Wahrheit sichtbar.


Der Verstand sucht Wahrheit.

Doch er besitzt sie nicht.

Das Wahrheitsbewusstsein hingegen

offenbart sie unmittelbar.


Und daraus entsteht

eine innere Identität

mit der Wahrheit.


Ein tieferes Sein.

Ein tieferes Da-Sein.

Eine wachsende Einheit

mit dem Wahren.


Ein Wahrheitsbewusstsein

ist in die Welt gekommen.

Und es beginnt,

uns zu verwandeln.


Ob wir es wollen

oder nicht.


Es wirkt

in der Materie selbst.

Die Substanz der Materie

wird durchströmt

von einem Licht.


Einem Licht,

das verwandelt.


Der Himmel

ist nicht mehr nur irgendwo außerhalb.

Das Neue

befindet sich mitten

in der Evolution der Materie.


Damit steht die Menschheit

vor großen Veränderungen.

Alles geschieht

leise.


Der spirituelle Lehrer

Eckhart Tolle

sagte einmal sinngemäß:


"Das Neue ist schon da.

Und das Alte

macht Krach."


Das Alte sehen wir deutlich.

Das Neue

sehen wir noch kaum.

Doch es klopft.


Für dieses Neue

gibt es noch keine Tradition.


Viele spirituelle Traditionen existieren.

Doch für dieses Neue

noch keine.


Und aus diesem Neuen

kann auch keine Religion entstehen.


Jede Transformation

geschieht durch eine höhere Kraft.

Einer Kraft,

die das Niedrige verwandelt.


In den Händen des Göttlichen

formt sich alles neu.


Darum gibt es noch

keine Orientierung.

Der Mensch steht gewissermaßen

allein

in dieser Verwandlung.


Und genau darin

befindet sich diese Phase

der Evolution.


In Zeiten des Wandels

wird zuerst immer das Alte sichtbar.

Krisen.

Verwerfungen.


Wenn nichts über das Neue bekannt ist,

reagiert das alte Bewusstsein.

Doch DAS Größere

ist am Werk.


Wenn Frieden

in die Welt ausstrahlen soll,

kann eine Verbindung entstehen

mit dem Wahrheitsbewusstsein.


Vorausgesetzt

es besteht ein echtes Interesse

an Wahrheit.


Das Wahrheitsbewusstsein

schenkt sich gerne

jedem,

der bereit ist.


So stehen wir

mitten in einer großen Verwandlung.

Einer Verwandlung

von Geist,

Materie

und Bewusstsein.


Die Materie ist langsam.

Darum geschieht alles

langsam.


Nicht morgen

ist alles vollendet.

Und nicht übermorgen

tanzt die Menschheit im Paradies.


Auch der Mensch

braucht Zeit.


Zeit,

sich darauf einzulassen.

Zeit

für seine eigene Geburt

im Neuen.


Und so kommt alles

still

und leise.

Doch stetig.


Die direkte Verbindung

mit dem Höchsten

bringt alles hervor,

was verborgen war.


Und das,

was sichtbar wird,

darf sich

im Neuen verwandeln.


Nicht der Mensch

tut es.

Es geschieht.


Und vielleicht

ist genau das

die frohe Botschaft

des Neuen.


Ein Kreis

öffnet sich.

Von der Erde

zum Himmel.

Und vom Himmel

zur Erde zurück.


Eine Inspiration

für etwas Neues,

das noch verborgen ist.


Viele ahnen,

dass etwas Neues entsteht.

Doch noch

ist unklar,

was es bedeutet.


Und so endet

dieses Sprechen.

Ein Sprachrohr.

Ein hohler Bambus.


Ein Klang

ist hindurchgezogen.


Und nun

- Stille -


Und Dank

für das Lauschen.



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