Die verborgene Verheißung
- Sarla Klee
- 7. März
- 1 Min. Lesezeit
Im Herzen der Welt lebt eine verborgene Verheißung.
Auch dort, wo Dunkelheit die Wege bedeckt
und das menschliche Bewusstsein sich verloren glaubt,
wirkt eine stille Kraft hinter dem Schleier der Erscheinung.
Sie trägt die Zeit durch ihre Wandlungen.
Sie führt das Unwissende durch seine Prüfungen.
Sie wartet geduldig im Innersten der Dinge.
Kein Ringen des Menschen ist vergeblich.
Kein Suchen verhallt im leeren Raum.
Selbst im Irrtum tastet das Leben
nach einer größeren Wahrheit.
Die Seele des Menschen ist älter als seine Zweifel
und größer als seine Angst.
In ihr ruht ein Licht,
das nicht von dieser Welt begrenzt wird.
Darum ist Hoffnung nicht nur ein Trost,
den der Geist in dunklen Stunden erfindet.
Sie ist eine Erinnerung des Ewigen im Menschen.
Denn das Bewusstsein, das in der Materie schläft,
beginnt langsam zu erwachen.
Und was heute noch als Grenze erscheint,
ist oft nur die Schwelle eines kommenden Lichts.
So schreitet die Erde durch ihre Prüfungen
einem verborgenen Morgen entgegen.
Und im stillen Inneren des Menschen
kennt die Seele längst den Weg.



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