Ein Garten entsteht – der Süden von Shankara verändert sich
Vor etwa zwei Monaten begann im Süden von Shankara eine neue Entwicklung.
Ursprünglich war die Idee ganz einfach: Im vorderen Bereich des Südgartens sollten Hochbeete entstehen, um Gemüse anzubauen. Doch wie es bei Shankara so oft geschieht, entwickelte sich aus einem ersten Gedanken etwas ganz anderes.
Im Laufe der Arbeit wurde immer deutlicher: Dieser Platz möchte kein Gemüsebereich werden. Er möchte ein Garten sein.
Und so begann eine größere Arbeit, als zunächst erwartet.
Erst einmal musste die Erde frei werden
Der Boden im vorderen südlichen Bereich war über viele Jahre gewachsen und hatte seine eigene Geschichte in sich getragen. Alte Bäume waren bereits gefällt worden, doch ihre Wurzeln waren tief im Erdreich geblieben. Eine Gestaltung der Fläche wäre so kaum möglich gewesen.
Deshalb kamen große Maschinen zum Einsatz.
Ein Bagger arbeitete sich durch den Boden und entfernte die alten Wurzelstücke. Dabei wurde sichtbar, was über lange Zeit verborgen gewesen war: Im Erdreich befand sich erstaunlich viel alter Müll.
Steine, Wurzeln, Gartenreste und vieles, was über die Jahre im Boden verschwunden war, kam nun wieder ans Licht.
Drei Tage lang wurde gebaggert, gegraben, bewegt und sortiert.
Nachdem die Erde aufgewühlt und von den alten Wurzeln befreit war, konnte die Fläche schließlich wieder geglättet werden. Der herausgeholte Müll, die Steine und die Gartenabfälle wurden gesammelt und mit einem zusätzlichen Fahrzeug abtransportiert.
So entstand nach und nach etwas, das vorher kaum zu erkennen gewesen war:
eine freie Fläche, die nun auf ihre neue Gestaltung wartet.
Ein Garten darf erst einmal ruhen
Im Moment darf dieser Bereich noch ein wenig zur Ruhe kommen.
Nicht alles muss sofort fertig werden. Auch ein Garten braucht seine Zeit.
Für den Herbst – voraussichtlich im November – ist die nächste Phase der Gestaltung vorgesehen. Dann soll aus der vorbereiteten Fläche Schritt für Schritt ein besonderer Ort entstehen.
Geplant sind Wege, eine stimmungsvolle Beleuchtung und ein Wasserbrunnen. Auch die bestehende Wand soll neu gestaltet werden und einen neuen Verputz sowie eine passende Beleuchtung erhalten.
Doch besonders schön ist die Idee, die sich für den vorderen Bereich entwickelt hat:
Hier soll ein kleiner Zen-Garten entstehen.
Ein Ort der Stille und des Innehaltens.
Ein schattiger Platz, an dem Gäste und Menschen aus der Gemeinschaft von Shankara eine kleine Auszeit nehmen können. Ein Ort, an dem nichts geschehen muss. An dem man sitzen, den Blick in den Garten schweifen lassen und vielleicht einfach den Vögeln beim Singen zuhören kann.
Was aus einer kleinen Idee entstehen kann
Was ursprünglich mit der Idee einiger Hochbeete für den Gemüseanbau begann, hat sich damit in eine ganz andere Richtung entwickelt.
Aus einem Stück Garten, das zunächst bearbeitet werden musste, entsteht langsam ein Raum für Ruhe, Schönheit und Begegnung.
Und auch hier waren wieder viele helfende Hände beteiligt. Immer wieder haben Menschen mit angepackt, unterstützt, gearbeitet, getragen, sortiert und dazu beigetragen, dass der nächste Schritt möglich wurde.
So wächst Shankara nicht nur durch große Projekte. Es sind auch die vielen kleinen und großen Beiträge, die einen Ort verändern.
Jetzt darf der südliche Garten erst einmal ruhen.
Und vielleicht gehört auch das zum Wesen eines Gartens: Nicht alles geschieht auf einmal. Manche Dinge brauchen Raum, Zeit und Stille, bevor etwas Neues entstehen kann.
Im Herbst wird die nächste Etappe beginnen.
Und dann wird aus der jetzt noch offenen Fläche Schritt für Schritt ein neuer Garten entstehen – ein Ort, der zum Verweilen einlädt und vielleicht schon bald vielen Menschen einen kleinen Raum der Stille schenken wird.
Shankara wächst. Und mit ihm wächst auch der Garten.


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