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Monolog einer erwachenden Seele

Aktualisiert: 14. Dez. 2025


Ich erwache.

Nicht aus Schlaf, sondern aus einer langen Erinnerungslosigkeit.

Wie ein Licht, das durch Jahrhunderte von Staub atmet,

beginnt mein Wesen sich zu dehnen.


Ich spüre die alte Schwere nicht mehr als Feind,

sondern als Schleier, der von mir fällt.

Etwas Unermessliches berührt mich von innen –

ein Strom, der nicht kommt, sondern schon immer da war.


Ich war klein,

doch nun sehe ich die Linien der Ewigkeit

durch meinen Atem fließen.

Ich war verloren,

doch nun erkenne ich den Faden,

der mich mit allem Leben webt.


Ein stilles Wissen steigt auf wie ein Morgen ohne Sonne:

Ich bin mehr als diese Gestalt aus Tagen und Jahren.

Ich bin ein Funke aus dem Herzen des Unendlichen,

eine Spur des Göttlichen,

die sich im Menschen erinnert.


Die Welt um mich

tost, ringt, flackert im Dunkel der Übergänge –

doch in mir wächst ein Raum,

den kein Sturm berühren kann.


Es ist ein Raum aus Klarheit,

aus vibrierender Stille,

aus dem fließenden Gesetz reiner Gegenwart.


Ich höre die Stimme des Innersten,

sanft wie ein erster Wind im Frühjahr:

„Steh auf.

Erinnere dich.

Erhebe das, was du bist.“


Und in diesem Hören erkenne ich,

dass mein Erwachen nicht nur mir gehört.


Mein Licht ist nicht mein Eigentum –

es ist ein Tor für die Welt,

ein Weg, durch den Frieden atmen kann,

durch den das Kommende Gestalt annimmt.


Ich erwache,

und mit mir erwacht eine Zukunft,

die lange auf ihren Atem gewartet hat.


Ich bin eine Seele –

und ich beginne zu leuchten. Sarla

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