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Über Unsicherheit und das innere Wissen

Aktualisiert: 10. Jan.




Unsicherheit ist kein Schatten der Seele,

sie ist der Nebel des denkenden Lichts.

Wo das Bewusstsein tastet,

weil es getrennt sieht,

dort entsteht das Zittern des Nicht-Gewissens.


Das Denken fragt,

weil es nicht sieht.

Es schwankt,

weil es nicht ist,

was es zu erkennen sucht.


Doch tiefer als der fragende Geist

ruht ein stilles Wissen.

Ein Wissen,

das nicht erwogen,

nicht geprüft,

nicht bewiesen werden muss.


Die Seele zweifelt nicht.

Sie erkennt durch Nähe,

durch innere Übereinstimmung,

durch ein leises Ja des Seins.


Wenn wir im Lärm der Gedanken verharren,

vermehrt sich die Unsicherheit.

Sie nährt sich vom Versuch,

sich selbst zu sichern.


Aber wenn das Bewusstsein sinkt,

hinab in den stillen Grund,

wo das Göttliche atmet,

verliert der Zweifel seinen Halt.


Denn dort

ist Wahrheit keine Antwort,

sondern Gegenwart.

Dort weiß das Sein,

weil es eins ist

mit dem, was es erkennt.


Nicht durch Entscheidung

erlischt die Unsicherheit,

sondern durch Übergang.

Nicht durch Kontrolle,

sondern durch Öffnung.


Wenn das höhere Licht eintritt,

verstummt der Zweifel,

wie ein Geräusch

im Raum der Stille.


O verborgene Gewissheit im Innersten,

lehre uns,

nicht länger im Fragen zu wohnen,

sondern im Lauschen.


Denn wo dein Licht sich sammelt,

wird das Schwanken still.

Und was wir suchten,

steht plötzlich da –

unbewegt,

klar,

tragend.


So löst sich die Unsicherheit

nicht im Denken,

sondern im Erwachen

des göttlichen Bewusstseins im Menschen.

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