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Gegenwart Gebets-Monolog


Im Schweigen vor dem ersten Licht

stehen wir,

getragen von einer Gegenwart,

die älter ist als Zeit.


Aus der Tiefe des Unsichtbaren

tritt ein leiser Morgen hervor.

Nicht geboren aus Lärm,

sondern aus der Geduld des Ewigen.


O Ursprung allen Werdens,

du hast den Menschen nicht gerufen,

um im Streit zu verharren.

Du hast ihn gedacht

als Durchgang deines Friedens,

als Gefäß deiner Liebe.


Lass in uns erwachen,

was unter Schichten von Vergessen ruht.

Ein Wissen,

das sich nicht beweist,

sondern erinnert.


Inmitten der weltlichen Bewegungen,

die uns forttragen,

die uns zerstreuen,

rufe uns zurück

in den inneren Raum,

wo deine Stimme noch hörbar ist.


Nicht ein Frieden, der siegt,

sondern ein Frieden, der ist.

Nicht ein Frieden aus Abwehr,

sondern einer,

der aus der Seele fließt

wie ein stiller Strom.


Möge eine neue Menschheit heranreifen

im Schoß dieses Friedens.

Nicht geformt durch Zwang,

sondern verwandelt durch Bewusstsein.

Eine Menschheit,

die den Mut hat,

still zu werden

und dadurch wahr.


O göttliche Liebe,

verborgene Sonne im Herzen der Welt,

senke dich in unsere Dunkelheiten,

nicht um zu richten,

sondern um zu erinnern.


Schenke deinen Frieden

all jenen,

deren Seele ihn empfangen kann.

Lass ihn sich ausbreiten

von Herz zu Herz,

lautlos,

unumkehrbar.


Und in dieser stillen Gegenwart

möge das Ewige neu geboren werden

im Menschen.

Nicht als Gedanke,

sondern als Leben.


So geschehe es

im Geheimnis deines Lichtes.


SarlaMa

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