top of page

Wenn das Licht beginnt zu leben

28. Aug.
2 Min. Lesezeit

Vielleicht

beginnt das Neue

nicht mit einem Gedanken.


Vielleicht

ist es schon da,

wenn wir noch

nichts davon wissen.


Etwas bewegt sich

unter den Worten.


Etwas wird still.


Etwas wird weit.


Und wir stehen darin

und nennen es vielleicht

Unruhe,

Veränderung,

Suche.


Doch vielleicht

ist es schon das Erwachen

einer Erinnerung,

die tiefer reicht

als das, was wir

über uns wissen.


Denn Bewusstsein

kommt nicht zu uns.


Es ist immer da.

Und irgendwann

beginnt es,

sich selbst

in uns zu erkennen.


Es gab Menschen,

die etwas lebten,

das größer ist

als das Leben,

das man vor ihnen kannte.


Jesus

lebte die Liebe,

bis die Liebe

durch sein Leben

für andere

möglich wurde.


Buddha

ging in ins Nirvana,

bis Nirvana

zu einem Weg

für andere wurde.


Und dann

kam eine andere Frage:


Was geschieht,

wenn das Licht

nicht mehr nur

zum Himmel führt?


Was geschieht,

wenn der Himmel

sich selbst

auf den "Weg"

zur Erde macht?


Wenn das Göttliche

nicht nur erfahren,

sondern

gelebt im Leben lebt?


Wenn es

nicht mehr genügt,

den Mentalen Geist zu befreien,

sondern die Materie

selbst

beginnt,

sich zu erinnern?


Vielleicht

ist der Mensch

deshalb

ein Übergangswesen.


Nicht zwischen

hier und dort.


Sondern zwischen

dem, was gewesen ist,

und dem,

was durch ihn

werden möchte.


Er weiß es vielleicht

noch nicht.


Doch etwas in ihm

weiß es bereits.

Er denkt anders.


Er fühlt anders.


Er kann manches

nicht mehr tun.


Nicht aus Gehorsam.


Nicht aus einer Regel.

Sondern weil

was Wahreres

in ihm

keinen Raum mehr

für die alte Unwissenheit lässt.


So beginnt

die Veränderung.


Nicht laut.


Nicht sichtbar.


Ein Atemzug.


Eine Stille.


Ein inneres Weiterwerden.


Und eines Tages

bemerken wir:

Wir haben das Neue

nicht verstanden.


Wir haben begonnen,

es zu leben.


Und dann

muss das Alte

nicht sterben.


Es darf

sich verwandeln.


Die Unwissenheit

wird nicht beschämt.


Das Mental

wird nicht verworfen.


Das Vitale

wird nicht verlassen.


Der Körper

wird nicht vergessen.


Alles,

was wir waren,

darf in einen

weiten Raum

von Bewusstsein eintreten.


Das Neue

kommt nicht,

um das Alte

zu zerstören.


Es kommt,

um es

zu durchlichten.


Wie ein Licht,

das einen BewusstseinsRaum

nicht fortnimmt,

sondern sichtbar macht.


Vielleicht

ist das Bewusstsein

deshalb nicht fern.


Vielleicht

ruft es nicht

aus einer anderen Welt.


Vielleicht

ruft es

aus der Tiefe

dieser Welt.


Aus der Tiefe

unseres eigenen Seins.


Und wir müssen

nicht wissen,

wohin.


Wir müssen

nicht vollkommen sein.


Wir müssen

nicht einmal

verstehen.


Wir können

lauschen.


Jetzt.


In diesem Atemzug.


In diesem Menschensein.


In diesem Bewusstsein.


Denn auch hier

kann Bewusstsein sein.


Auch hier

kann Gegenwärtigkeit sein.


Und wo

Gegenwärtigkeit ist,

kann sich

eine Tür öffnen.


Vielleicht ist das

die stille Geburt

des Neuen:


Es wird gelebt,

bevor Verständnis entsteht.


Und vielleicht

ist genau das

der Augenblick,


in dem das Menschsein

beginnt,


sich selbst

zu erkennen.

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page