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Wenn die Zeit innehält

Aktualisiert: vor 1 Tag



Es gibt einen Augenblick,

der nicht vergeht.


Kein Teil der fliehenden Stunden,

kein Staubkorn im Strom der Zeit,

sondern ein stilles Öffnen

im Herzen des Werdens.


Hier hält die Zeit den Atem an

und erkennt ihr eigenes Geheimnis.


---


Aus der Tiefe der Dinge

tritt das Ewige hervor,

nicht als Lichtblitz,

nicht als Ekstase,

sondern als unbewegte Gegenwart.


Sie kommt nicht –

sie war immer da.


Und doch wird sie berührbar

im schmalen Tor des Moments.


---


Oh unbewegte Gegenwart

Sie ist kein Kind der Zeit.

Er ist ihr Ursprung.


In ihm begegnen sich

das Ungewordene

und das Gestaltete.


Hier kreuzen sich

die Wege der Sterne

und der Puls des menschlichen Herzens.


---


Der Körper weiß davon.

Er trägt die Erinnerung des Ursprungs

in seinen stillen Bahnen.


Während der Geist wandert

durch Vergangenes und Mögliches,

bleibt der Leib

an der Schwelle des Jetzt.


Er wacht

für das Unsichtbare.


---


Durch seine Nerven

spricht eine alte Weisheit,

älter als Denken,

älter als Wille.


Eine Wahrnehmende Göttliche Intelligenz,

die nicht urteilt,

nicht sucht,

nicht fordert.


Sie nimmt wahr,

was ist.


---


Manchmal spricht sie als Enge,

manchmal als Weite.

Manchmal als Unruhe,

manchmal als leiser Rückzug.


Nicht um zu verwirren,

sondern um zu erinnern.


---


Das Ego sucht Herrschaft.

Es will lenken,

vermeiden,

sich sichern.


Doch im Moment

verliert es seinen Thron.


Nicht durch Gewalt,

sondern durch Wahrheit.


---


Hier beginnt ein anderes Wollen.


Kein stoßender Wille,

kein verteidigender Entschluss,

sondern ein Lauschen

auf das, was durch uns will.


Der Wille wird still

und erkennt sich neu.


---


Vergangenheit löst ihre Ketten.

Zukunft verliert ihren Sog.

Nur die Gegenwart

bleibt offen.


Ein weiter Raum,

in dem Wandlung

ohne Mühe geschieht.


---


Nicht wir verwandeln uns.

Das Ewige wirkt in der Zeit.


Und jeder Augenblick

trägt den Keim

einer neuen Ordnung.


---


So wird der Moment

zum Altar der Begegnung.


Hier neigt sich das Zeitliche

vor seinem Ursprung,

ohne sich zu verlieren.


Und die Gegenwart

wird zum lebendigen Ort,

an dem das Unendliche

menschliche Gestalt annimmt.



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